Cross-Shaping gilt als schonend und gesundheitsfördernd
Bad Sassendorf, 22. März
2013 –
 |
Prof. Dr. Thomas Jöllenbeck - Juliane Pietschmann |
Gelenkschonende und dabei gleichzeitig gesundheitsfördernde Sportarten liegen
voll im Trend. Seit kurzem gibt es eine neue Sportart, die sich genau diese
beiden Eigenschaften auf die Fahne schreibt: das Cross-Shaping. Fachleute gehen
davon aus, dass auch diese Sportart schnell ihre Anhänger finden wird. Die
Sportwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Jöllenbeck und Juliane Pietschmann vom
Institut für Biomechanik in Bad Sassendorf testen Cross-Shaping nun auf Herz-
und Nieren. „Erst einmal gehen wir mit den etwas ungewöhnlich ausschauenden
Sportgeräten in den Selbsttest“, so der Leiter des Instituts für Biomechanik,
Prof. Dr. Thomas Jöllenbeck. In den nächsten Wochen wollen die beiden
Wissenschaftler selbst ausprobieren, worin die Vorteile der Sportart liegen.
Anschließend folgt eine eingehende wissenschaftliche Untersuchung.
Der
Entwickler, Dr. Georg Kaupe, hat für den Praxistest das Institut für Biomechanik
ausgewählt, weil es eine ausgesprochen hohe wissenschaftliche Reputation hat. Prof.
Dr. Thomas Jöllenbeck gilt als Experte auf dem Gebiet: Vor sieben Jahren hat er
in einer großen Studie nachgewiesen, dass Nordic Walking leider nicht die immer
wieder propagierte Gelenkentlastung der unteren Extremitäten für Jedermann ermöglicht.
„Die Sportart ist nur dann effektiv, wenn die Stöcke auch richtig eingesetzt
werden“, so Prof. Dr. Jöllenbeck.
„Viele Nordic Walker sind jedoch nicht
richtig eingewiesen, so dass sich falsche Bewegungsmuster schnell einschleichen
und der angestrebte Trainingseffekt so ausbleibt. Es ist im Gegenteil häufig
sogar so, dass die Gelenke noch stärker belastet werden als gut wäre.“
Bei
der neuen Sportart sieht er diese Problematik nicht, denn hier sind anstelle
der normalen Stockspitzen nur nach vorne drehende Räder im Einsatz. Dadurch
gibt es auch keine lästigen Geräusche. Die Arme liegen auf speziellen und beweglichen
Unterarmschalen. Einstellbare Gummiexpander zwischen Stock und Schale
ermöglichen sowohl die Vorspannung als auch den Kraftanstieg beim
Herunterdrücken der Armschale mit dem Ellenbogen. Im Gegensatz zum Nordic
Walking ist der menschliche Körper beim Cross-Shaping nicht über zwei, sondern über
drei Punkte geerdet.
Die
Bewegung ist einfach und falsch könne man dabei auch nichts machen. „Ich sehe
bisher ausschließlich positive Aspekte für das Training“, erläutert Prof. Dr. Jöllenbeck.
So entstehen beim Einsatz der Cross-Shaper keine Stöße auf die Gelenke sowie die
Skelettmuskulatur und der Bewegungsapparat wird so deutlich geschont.
Gleichzeitig kommt beim Cross-Shaping die gesamte Oberkörper-, Schulter- und
Armmuskulatur intensiv in Schwung, der Oberkörper wird gestützt und
aufgerichtet. Es handelt sich dadurch um ein effektives Ganzkörpertraining, bei
dem Motorik und Koordination im Ausdauer- und Kraftbereich trainiert werden. Der
Stoffwechsel wird dadurch ebenfalls angeregt.
„Zudem
ist die Sportart durch die einfache Handhabung und die individuelle Dosierung
ausgesprochen gut für Menschen jeden Alters und Fitnesszustandes geeignet“, so
Jöllenbeck weiter. „Außerdem kann Cross-Shaping in jedem Gelände und zu jeder
Jahreszeit eingesetzt werden“, erklärt Juliane Pietschmann.
Zum Institut für Biomechanik:
Das Institut für Biomechanik ist innerhalb einer Rehaklinik eine einmalige Einrichtung in
Deutschland. In Wissenschaft und Forschung ist das Institut hoch angesehen.
Bewegung wird hier
sichtbar gemacht. Die Zusammenarbeit zwischen Institut und Klinik Lindenplatz
ist äußerst intensiv. Die Forschungen kommen somit täglich den Rehabilitanden
zu Gute. Regelmäßig sind in Bad Sassendorf aber auch Sportlerinnen und Sportler
zu Gast, bei denen in verschiedenen Tests neben dem individuellen Leistungsniveau
auch das Verletzungsrisiko untersucht wird.
DOWNLOAD ALS PDF